Das Wander - Wetter auf Madeira

Auf Madeira gibt es das ganze Jahr hindurch gutes Wanderwetter, obwohl 
es im Sommer beständiger und meist nicht allzu heiß ist. 
Ende September / Oktober und im März / April ist mit Äquinoktialregen zu 
rechnen, es gibt jedoch auch dann viele schöne Tage. 
Im Juni ist die Insel oft von einer tiefliegenden Wolkenschicht 
( dem sogenannten Capacete ) bedeckt; nur diesen Monat sollte man 
besser meiden.
Wenn man ohne Risiko wandern will, sollte man die Wetterlage richtig 
einschätzen können. 
Außerhalb des Sommers können viele Wanderungen, 
insbesondere im Norden und Westen, recht tückisch sein. Selbst am 
herrlichsten Wintertag sind die Levadas so voll, dass sie fast überlaufen, 
und manche Bergpfade verwandeln sich in Wasserfälle.
Zu jeder Jahreszeit kann ein Erdrutsch an jeder Stelle der Insel einen Weg 
über Nacht zerstören.
Neben der Jahreszeit wird das Wetter auf Madeira von der Windrichtung 
bestimmt. Unabhängig von der Jahreszeit ist das Wetter am beständigsten, 
wenn ein leichter Wind (Passat) aus nordöstlicher Richtung weht. Wenn der 
Wind auf West oder (am schlimmsten) auf Südwest dreht, bedeutet dies 
unbeständiges Wetter. An den zentralen Bergen stauen sich die Wolken; 
bei aufmerksamer Beobachtung findet man die besten regionalen

Wetterverhältnisse für eine Wanderung:
Starke Winde, gleich aus welcher Richtung außer dem Osten, bringen Regen 
oder sogar Sturm. 
(Bei starkem Nordost-wind sollte man sich in den Südwesten der Insel begeben.)

Starker Wind aus Osten öder Südosten (Leste): 
Dieser heiße, trockene Wind aus Afrika garantiert überall gutes Wanderwetter 
mit hervorragender Sicht in den Bergen.

Mäßige Winde, gleich aus welcher Richtung außer aus Süden oder Südwesten, 
gewähren gute Wandermöglichkeiten auf der ganzen Insel.

Mäßige Winde aus Süden oder Südwesten bringen Regen!

Als Faustregel können die Desertas-Inseln als Indikator für das zu 
erwartende Wetter dienen:

Wenn sie klar erkennbar sind (Wind aus NW): 
Der Südosten, Nordosten und Osten sind klar, zumindest in den Tälern. 
Der Westen ist bewölkt.

Wenn sie kaum auszumachen sind (Wind aus O oder SO): 
Im Süden kann es bewölkt sein, aber generell kann man überall gut wandern.

Wenn sie dunstig sind ( Wind aus NO ): 
Der Westen, Südwesten und Nordwesten sind klar; die östlichen Gebiete können 
bewölkt sein.

Wenn sie ganz nah zu sein scheinen und man eine weiße Linie am Horizont sieht 
( Wind aus S oder SW ): 
Innerhalb der nächsten 24 Stunden wird es regnen.

Im allgemeinen gestaltet sich das Wetter im Tagesablauf wie folgt: 
Es beginnt mit einem klaren Morgen, mittags ziehen Wolken auf und am 
Nachmittag klärt es wieder auf  -> Ein zeitiger Aufbruch empfiehlt sich!

Auszüge aus Wanderführer von Pad und John Underwood
Sunflower Books
ISDN 1-85691-076-8